Bereits zum fünften Mal fuhren wir über das Wochenende nach Christi Himmelfahrt nach Kevelaer zur traditionellen Messdiener-Kanuwallfahrt.
Als sich alle Teilnehmer gegen 17:00 Uhr an der Jugendherberge in Kevelaer trafen, wurden zunächst alle Zelte aufgebaut und so gut es ging "häuslich" eingerichtet. Anschließend ging es auch schon zum Essen in die Jugendherberge. In unserem Essensraum begrüßte Pater Staszek zunächst noch einmal alle Teilnehmer und wir begannen - natürlich nach einem Gebet - zu Abend zu essen.
Nach dem Essen stellte Pater Staszek schon einmal die Aufteilung der Kanus vor, damit sich die "Kanu-Partner" schon einmal kennen lernen konnten. (Zur Erklärung: Jedem Boot war aus naheliegenden Gründen ein Messdiener und eine ältere Begleitperson zugeteilt.)
Nachdem wir auch damit fertig waren, ging es wieder raus auf die Wiese - die Spiele konnten beginnen. Von den Oberministranten wurden im Vornherein mehrere Spiele vorbereitet:
Nach einer Gruppeneinteilung starteten wir mit dem Chaosspiel. Dabei muss jedes Team mehrere zunächst ausgewürfelte Nummern finden, die vorher auf dem Gelände verteilt wurden und anschließend zu jeder Nummer noch eine Aufgabe erfüllen (z.B. eine menschliche Pyramide bauen, eines der Sakramente benennen usw.).
Nachdem dieses Spiel überraschend schnell vorbei war, ging es weiter mit dem obligatorischen Dreibeinlauf. Daran schloss sich das Spiel "Plane drehen" an bei welchem das Team auf einer Plane steht und diese auf die Unterseite drehen muss ohne die Plane zu verlassen.
Zum Abschluss wurde wie immer das Spiel "Tauziehen" gespielt. Zunächst verlief noch alles nach den üblichen Spielregeln, doch als eines der Teams die gegeneinander antreten sollten weniger Mitglieder hatte als das andere, holte sich dieses Team Hilfe von den Erwachsenen . Eine Verkettung von Umständen führte schließlich dazu, dass nahezu alle Erwachsenen einem der beiden Teams halfen.
Nach dieser "Wettbewerbsverzerrung" entschied sich die Spielleitung diesen Wettbewerb zwar nicht zu werten, allerdings sollten zum Abschluss alle Minis gegen alle Erwachsenen antreten - nur so viel: wir Erwachsenen waren chancenlos ;-). Nachdem also auch dieses letzte Spiel beendet war, wurden alle als Sieger erklärt und bekamen als "Preis" Süßigkeiten.
Den Rest der Zeit bis zur Nachtruhe standen den Minis zur freien Verfügung. Um 22:00 Uhr wurde wie üblich angeboten, Stockbrot zu "backen". Das Feuer hierzu wurde bereits vorher von anderen Personen angezündet die ebenfalls an der Jugendherberge zelteten und uns dieses dankenswerter Weise zur Verfügung stellten.
Gegen 23:30 kehrte allmählich die Nachtruhe ein - wir mussten schließlich am nächsten Tag recht früh aufstehen.

Unser zweiter Tag begann mit einem Morgenimpuls um 7:30 Uhr um das immer noch (oder wieder) brennende Lagerfeuer. Da natürlich auch ein paar Musiker unter den Teilnehmern waren, konnte dieser Impuls musikalisch etwas aufgewertet werden.
Nach dem Frühstück ging es auch schon direkt los - wir wollten schließlich genug Zeit zum Paddeln haben. Dieses Jahr paddelten wir nicht wie sonst von Kevelaer nach Goch, sondern fuhren zunächst mit dem Zug nach Geldern und paddelten von dort wieder zurück nach Kevelaer.
An der "Ablegestelle" in Geldern angekommen, bekamen wir zuerst eine Einführung "im Trockenen" von zwei erfahrenen Kanuten. Diese erklärten, das Fahren sei viel einfacher als es sich anhöre. Wie sich zeigte, war das auch wirklich so.
Nachdem wir mit unserem Partner im Boot saßen, steuerte sich dieses nach ein paar Metern fast von alleine. Nach ein paar Kilometern "Paddelei" machten wir eine Zwangspause, da der Fluss unterbrochen ist und wir in Folge dessen die Boote umsetzen mussten. Diese Pause nutzten wir dazu, uns für die verbleibenden Kilometer noch einmal zu stärken. Als wir unsere Tour fortsetzten, entschlossen sich einige der Teilnehmer ihre Kanus miteinander zu verbinden und sich treiben zu lassen, sodass gewissermaßen ein riesiges Floß aus Kanus entstand an dem kein Vorbeikommen möglich war.
Laut Pater Staszek sei dies die entspannteste Wallfahrt die er seit Jahren gemacht habe. Pater Staszek ist es im Übrigen u. A. auch zu verdanken, dass die Teilnehmer nachdem das Floß gebildet wurde nicht mehr so trocken waren wie vor der Floßbildung ;-).
Als alle Paddler wieder in Kevelaer angekommen waren, wurden Kerzen für die am nächsten Tag stattfindende Messe verziert. Im Gegensatz zu den Vorjahren wurde keine gemeinsame Kerze gestaltet, sondern jeder verzierte seine eigene um diese anschließend mit nach Hause zu nehmen. Nach dem Essen säuberten die älteren Teilnehmer unsere aufblasbaren Kanus - die Jüngeren wurden von einem Teil der Oberminis beschäftigt.
Gegen 20:00 Uhr ging es für einen Großteil der Teilnehmer in die Stadt um ein Eis zu essen. Diejenigen die nicht mitkommen wollten, bereiteten zusammen mit Pater Staszek die Messe am nächsten Tag vor. Um 22:00 Uhr gab es wie auch schon am vorherigen Tag Stockbrot. Die Nachtruhe kehrte an diesem Tag gegen Mitternacht ein.

Am nächsten Tag waren alle noch sichtlich erschöpft von den "Strapazen" vom Vortag. Nach dem Frühstück gegen acht Uhr fingen schon einige Mitfahrer an, ihre Zelte usw. einzupacken. Gegen Zehn Uhr machten wir uns mit unseren Kerzen auf den Weg zur Kerzenkapelle. Dort trafen wir die Fahrradwallfahrer unserer Pfarrei die ebenfalls an unserer 11:00 Uhr Messe teilnahmen.
Der Gastgebende Pfarrer Josef Cornelißen begrüßte alle im Namen der Pfarrei St. Marien Kevelaer. Insbesondere erwähnte er, dass er schon oft Radwallfahrer begrüßt habe, aber noch nie Kanuwallfahrer.
Nach dem Ende der Messe, welche übrigens wieder von unseren Musikern gestaltet wurde, mussten wir uns beeilen um noch rechtzeitig zum Mittagessen zu kommen.
Nach dem Essen wurde gemeinsam das ganze restliche Lager abgebaut und bis 15:00 Uhr wurden alle Minis abgeholt.

Uns allen hat diese gemeinsame Aktion wieder großen Spaß gemacht – auch dank Petrus Güte uns gutes Wetter zu bescheren.
Bis zum nächsten Mal!


Marius Panneck

PS: Herzlichen Dank an alle Eltern, die bereit waren, uns durch ihre tatkräftige Hilfe zu unterstützen.

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