Seit Dezember wurde an meinem Karnevalswagen gebastelt und gebaut. Die Buchstaben für den Mottospruch mussten ausgeschnitten und angemalt, Wurfmaterial bestellt und Spenden gesammelt werden.
Pünktlich zu den Karnevalstagen war mein Wagen fertig und Ich - Bischof Tebartz-van Elst - saß first-class vorne in der Badewanne.
Sonntag, der 02.03.2014
Am Sonntag, den 02.03.2014, kurz nach meinem Mittagsschlaf, kam ein Bauer mit seinem Traktor und zog mich aus der gemütlichen Scheune in Ratingen Homberg. Wir fuhren ziemlich lange quer durch Ratingen bis in den Stadtteil Lintorf. Dort erwarteten mich viele aufgeregte Kinder, die alle wie Bauarbeiter aussahen. Ich sah zu, wie alle herumliefen und die Kinder ganz viele Süßigkeiten in ihre Beutel steckten. Nach einer 3/4 Stunde Wartezeit fuhren wir - diesmal etwas langsamer - wieder los. Hinter mir erschallte laute Musik und ich hörte viele rufende bzw. schreiende Kinder. Am Wegesrand standen noch viel mehr mir zujubelnde Kinder und Erwachsene. Welch Freude und Ehre für mich, dass mich eine so große Menschenmenge liebt. Aber die Kinder hinter mir warfen mit Süßigkeiten - was für eine Geldverschwendung…

Plötzlich wackelte immer wieder meine teure Badewanne - ich dachte schon, sie zerspringt – Es waren ein paar Kinder, die auf dem Wagen zu hüpfen begannen, weil sie viel Spaß hatten. Doch meine Nobel-Badewanne hielt! Hat sich die Investition doch gelohnt…

Am frühen Abend fuhren wir den ganzen Weg zu meiner Scheune zurück. Jetzt konnte ich mich von dem anstrengenden, aber schönen Tag erholen.


Montag, der 03.03.2014

Schon früh am Morgen wurde ich unsanft geweckt. Wir fuhren wieder los, diesmal nach Ratingen Mitte. Dort erwarteten mich erneut ganz viele Kinder. Nach einiger Wartezeit und einem kaputten Festwagen vor uns, ging es weiter. Toll, was für eine schöne Parade extra für mich! Klasse war auch, dass hier noch viel mehr Menschen am Rand standen, um mir zuzujubeln und die Geldverschwendung der Kinder zu befürworten.

Nach einem langen Weg und einem exklusiven Fernsehauftritt war die Parade auch schon wieder vorbei. Plötzlich wurde ich nass, weshalb ich froh war, dass ich kurze Zeit später wieder in meiner Scheune war.

Die Kinder liefen ganz schnell weg in ein großes, meiner Meinung nach, langweiliges Gebäude. Ich habe mir sagen lassen, dass sie dort eine Party mir zu Ehren gefeiert haben.
Schon eine Woche nach dem Spektakel wurde mir meine Badewanne weggenommen und ich musste gehen. Wohin? Das verrate ich nicht!
Nach der guten Erfahrung in diesem Jahr, habe ich angeordnet, nächstes Jahr wieder eine solche Parade zu veranstalten und einen Wagen zu bauen.

Schönen Gruß,
Ihr Bischof Tebartz-van Elst


   
Wir bedanken uns bei allen, die Sach- und Geldspenden gegeben, und uns bei dem Projekt „Karnevalswagen“ unterstützt haben. Damit sind die Radwachen, unser Traktorfahrer und viele, viele andere helfende Hände gemeint.
Herzlichen Dank!

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